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Pressemitteilung vom 22.04.2008

FDP-Ortsverband Roßdorf kritisiert Vorgaben für Grundschulen mit "flexiblem Schulanfang"

Die Roßdörfer FDP befasste sich mit den Bedingungen des „Flexiblen Schulanfanges“ an der Rehbergschule. Aktueller Anlass war ein Artikel im DE „Zweitklässler brauchen keine Noten“ und eine vorausgegangene Anfrage der bei der Landtagsfraktion. Die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Kreistagsfraktion und Vorsitzende des FDP-Landesfachausschusses „Schule und Weiterbildung“, Sigrid-Inge Slabon, plädierte dafür, die Grundschulen mit flexibler Eingangsstufe nicht unnötig in ihrem pädagogischen Konzept einzuschränken. „Die vier Grundschulen mit flexibler Eingangsstufe im Kreis Darmstadt-Dieburg leisten sehr gute Arbeit. Die Landesregierung sollte diese Schulen unterstützen, anstatt sie in ihrer Arbeit einzuschränken. Eine verpflichtende Ziffernbenotung würde die Schulen in ihrem Konzept und in ihrer Eigenverantwortung beschneiden. Wir Liberale tun alles dafür, damit die Schulen eigenverantwortlich über ihr pädagogisches Konzept entscheiden können“ erklärte Frau Slabon mit Hinweis auf die entsprechenden eindeutigen Aussagen der hessischen FDP in ihrem Programm zur vergangenen Landtagswahl. Die eindeutige und grundsätzliche Forderung der FDP für mehr Eigenverantwortung für jede einzelnen Schule fand allgemeine Zustimmung.

Frau Slabon konnte auch über die sofortige Reaktion der Landtagsfraktion der FDP auf eine dort eingegangene entsprechende Anfrage der Roßdörfer Eltern berichten:

Die schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Dorothea Henzler, kritisiert in einer Presseerklärung eine neue Verordnung des Kultusministeriums, wonach Grundschulen mit flexibler Eingangsstufe zukünftig am Ende von Klasse 2 Ziffernnoten vergeben müssen, als kontraproduktiv für das pädagogische Konzept dieser Schulen.
„Flexible Schuleingangsstufen haben in den vergangenen Jahren in der Modellphase ausschließlich mit schriftlichen Beurteilungen die Leistungen der Kinder bewertet. Die Schulen haben damit gute Erfahrungen gemacht und wir wollen es ihnen freistellen, diese Bewertungsform künftig fortzuführen. Die Schulen mit flexiblem Schulanfang haben ein spezielles pädagogisches Konzept, das sie eigenverantwortlich fortsetzen sollen“, so Henzler.

Die Verpflichtung, nun Ziffernnoten zu vergeben, laufe dem pädagogischen Konzept des „Flexiblen Schulanfanges“ zuwider, bei dem die Kinder in den ersten beiden Schuljahren jahrgangsübergreifend gemeinsam in altersgemischten Gruppen unterrichtet werden. Auf diese Weise können die Kinder in dieser Eingangsstufe je nach Leistungsstand und individueller Entwicklung 1,2 oder 3 Jahre verweilen. „Die Kinder werden in diesen Eingangsstufen sehr individuell gefördert und entsprechend sehr differenziert bewertet. Eine Bewertung ausschließlich mit Ziffernoten passt nicht zu diesem Konzept“, zeigte sich Henzler überzeugt.

Auch eine erste parlamentarische Initiative der FDP-Landtagsfraktion ist bereits eingeleitet: Mit einer Kleinen Landtagsanfrage vom 14. April stellt die FDP-Schulexpertin im Hessischen Landtag 4 Fragen zur Regelung der Notengebung beim „Flexiblen Schulanfang“. Sie will wissen, warum die Schulen mit flexiblen Schulanfang nicht weiterhin ihre schriftliche Beurteilungsform beibehalten können. „Wir sind auf die Antwort der Landesregierung gespannt und werden gegebenenfalls noch eine weitere parlamentarische Initiative nachlegen“, so Henzler.


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