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Pressemitteilung vom 26.09.2008
ACHILLES: Müllgebühren im Kreis sind nicht für alle Spitze!
Wohl habe sich das Angebot des ZAW an die Bürger bewährt, ihren Sparwillen durch eifriges Sortieren des Mülls in bare Münze umzuwandeln, was offensichtlich nur den Eschbornern besser gelingt. Anders sieht es aber bei der Bewertung der Kostenstrukturen im gewerblichen Bereich aus:
Hier rangiert der Landkreis Darmstadt-Dieburg im hinteren Drittel des Hessenvergleichs. Es wird die Müllgebühr für einen 100-Mitarbeiterbetrieb mit „normalem“ Müllaufkommen zu Grunde gelegt, der pro Mitarbeiter 20 kg Restmüll, 20 kg Papier und 20 kg Bioabfall im Jahr hinterlässt. In unseren Nachbarkommunen Hainburg (Kreis Offenbach) und Büttelborn (Kreis Groß-Gerau) hat ein Betrieb dafür 245 rsp. 252 € im Jahr zu bezahlen, im ZAW-Gebiet des Landkreises Darmstadt-Dieburg stattdessen 2 213 €, d.h. das Neunfache der Vergleichskommunen, ärgert sich der Kreispolitiker Achilles.
Er fordert den ZAW-Vorstand auf, die Vergleichsuntersuchungen der Gießener Universität im Auftrage IHK-Arbeitsgemeinschaft Hessen jetzt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg zu bewerten und gegebenenfalls Verbesserungen an unserer Gebührenstruktur zu erarbeiten. Das Gießener Auswertungsmodell, das jetzt noch zu einem Online-Nachfragesystem ausgearbeitet werden soll, um jedem Abfallproduzenten seine individuell günstigste Gebühr aufzeigen zu können, sollte für den ZAW ein Anreiz sein, neben den Privathaushalten auch für industrielle und gewerbliche Betriebe Kosten sparende Tarife zu finden. Unser Landkreis steht im Wettbewerb mit anderen Wirtschaftsstandorten. Auch im Abfallbereich eine günstige Kostenstruktur anbieten zu können, sollte für den Kreis eine Zielvorgabe sein, meint Achilles abschließend.
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