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Präambel


Kreis und Kommunen brauchen ihre Mittel
Die Gemeinschaft nicht überfordern

Darmstadt-Dieburg ist ein Landkreis mit großen Möglichkeiten und besonderen Entwicklungschancen für seine 23 Städte und Gemeinden mit insgesamt 91 Ortsteilen.

Er zählt zu den aussichtsreichsten deutschen Wirtschaftsregionen. Inmitten der großen Ballungsräume Rhein-Main und Rhein-Neckar umschließt der viertgrößte hessische Landkreis die Wissenschaftsstadt Darmstadt als Oberzentrum des Wirtschaftsraums Starkenburg. Nahezu 17 000 innovative Unternehmen, Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungsangebote sind in Darmstadt-Dieburg Ausdruck der Wirtschaftskraft mit bevorzugten Wohn-, Kultur- und Freizeitmöglichkeiten.

Unser Landkreis, Heimat für bald 290 000 Menschen mit den unterschiedlichsten Lebenskonzepten und -zielen, steht in Südhessen im Wettbewerb um die Ansiedlung von Unternehmen, Schaffung von Arbeitsplätzen und Attraktivität als Wohnort und Lebensraum. Von der Politik werden die besten Rahmenbedingungen für Bildung und Beschäftigung, Gesundheit und soziale Gerechtigkeit, für Mobilität, Freizeit und Familien erwartet.

Hierbei steht der Kreistag mit seinen 71 Abgeordneten, die mit ihren Fraktionen am 27. März für die nächsten fünf Jahre zur Wahl stehen, in besonderer Verantwortung. In der vergangenen Legislaturperiode hat sich die FDP als Motor der Oppositionsarbeit durch Zuverlässigkeit und Fleiß, Fachkompetenz und Ideen ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Vertrauen erworben.

Die Freien Demokraten sehen in der kommunalpolitischen Verantwortung das entscheidende Element der politischen Ordnung. Denn nur hier trifft man auf das Ganze der Bürgerinteressen und nur hier entsteht Heimat – auch durch das, was wir tun.

Nur hier kann neues Engagement wachsen für den Staat und eine Gesellschaft, in der es sich lohnt, zu leben, zu arbeiten und sich einzusetzen – nicht nur für sich, sondern auch für andere. Die Politik der FDP im Landkreis Darmstadt-Dieburg bleibt der Aufgabe verpflichtet, die Lebensbedingungen jedes Einzelnen zu verbessern. Erreichtes und Bewährtes zu sichern, aber auch Fortschritt beharrlich und mit Augenmass umzusetzen, erfordert eine Politik der Mitte.

Deshalb sind wir gleich weit entfernt von konservativem Reformunwillen, wie vom Irrglauben, Sozialismus sei automatisch Zukunftsgewinn für Jeden, weil Staat und Gesellschaft für alle Angelegenheiten ihres Lebens aufkommen könnten.

Darum wollen wir dem öffentlichen Bereich auch auf der Ebene des Kreises und der Kommunen Grenzen setzen und verhindern, dass die Gemeinschaft den einzelnen überfordert und der Staat letztlich selbst Opfer überzogener Ansprüche an ihn wird.

Die Liberalen werben am 27. März auch um Ihre Unterstützung zur Verankerung der Schuldenbremse in der Hessischen Verfassung. Sie soll die Politik im Land verpflichten, ab dem Jahr 2020 keine neuen Schulden mehr zu machen: Das ist der Generationenvertrag mit unseren Kindern und Enkeln, deren Zukunft und Lebensperspektive nicht von den Lasten erdrückt werden darf, die Bund, Länder und Kommunen mit immer neuen Schulden auftürmen.

Am Wettbewerb der Parteien um Wahlversprechen, die angesichts einer dramatischen Schuldenlast unverantwortlich sind, wird sich die FDP im Landkreis deshalb nicht beteiligen. Den politischen Heilslehren von den linken und rechten Rändern setzen wir Vernunft und praktische Politik entgegen, die sich an ihrem Wert für die Verantwortungs- und Bürgergesellschaft und für die künftigen Generationen orientiert.

Im Kreistag bleibt unsere Politik deshalb klar, kompetent und konstruktiv, in welcher Konstellation auch immer.

Kreispolitik in Darmstadt-Dieburg war immer dann wirklich erfolgreich, wenn Alleinherrschaft einer Partei verhindert wurde durch Zwang zu bürgerlichen Koalitionen und Fähigkeit zu vernünftigen Kompromissen. So hat die FDP in unserem Landkreis in Koalition mit der CDU und Landrat Dr. Kappes wie mit der SPD und Landrat Jakoubek Maß und Mitte gehalten und extreme politische Ausschläge verhindert. Koalitionsentscheidungen treffen wir mit dem Maßstab größtmöglicher Durchsetzbarkeit liberaler Positionen. Einer Zusammenarbeit mit der Linke/DKP erteilen wir eine klare Absage: Unser Landkreis ist kein Experimentierfeld für "neue Wege zum Kommunismus".


Kraftvoll im Kreistag – Motor: FDP

Wir wollen, dass der rote Faden einer bürgerlichen Kreiskoalition wieder die liberale Handschrift ist. Natürlich streben wir deshalb nach Mehrheiten im Wettbewerb um ein verantwortungsgerechtes Programm, das wir kompetent und zuverlässig umsetzen wollen. Es geht nicht um Machtanspruch als Selbstzweck. Deshalb haben wir in der letzten Legislaturperiode die Einladung von SPD und Grünen zurückgewiesen, ihrer knappen absoluten Mehrheit beizutreten, um mögliche Unsicherheiten in den eigenen Reihen auszugleichen.

Unsere konstruktive Oppositionsarbeit entsprach unserem Verständnis vom Funktionieren der Demokratie aus Verantwortung für Programm und Wählerauftrag. Mit Ideen, Fleiß und Pflichterfüllung wird die FDP-Fraktion im Kreistag auch in den kommenden Jahren

  • programmatisch offensiv und Avantgarde bleiben

  • Partei ergreifen und nicht ausweichen in politische Phrasen oder beliebiges Sowohl als Auch

  • für eine offene Gesellschaft eintreten, in der jeder Einzelne für seine Ideale und Vorstellungen stehen kann und sich um den besten Weg bemühen, nicht aber um den Vorteil einer Partei oder Person.

Geben Sie bitte am 27. März Ihre Stimme der FDP und ihren Kandidaten auf der Kreistagsliste, damit wir die zentralen Ziele unserer Politik für eine erfolgreiche Zukunft in unserem Landkreis, die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte, die Schaffung bestmöglicher Rahmenbedingungen für sichere Arbeitsplätze und vielfältige Bildungsangebote erreichen können.

Ihr
Klaus-Jürgen Hoffie
Fraktionsvorsitzender

 

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