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Wirtschaft

Rahmenbedingungen für die Wirtschaft optimieren

Im Landkreis sind mehr als 17 000 Unternehmen mit über 60 000 Beschäftigten angesiedelt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um produzierendes Gewerbe, Handel, Gastgewerbe und Verkehr sowie öffentliche und private Dienstleister. Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft beträgt 1,6 Milliarden €. Diese Wirtschaftskraft muss nicht nur erhalten sondern weiter ausgebaut werden. Auf die Bedürfnisse sowohl bestehender als auch potenziell hinzu kommenden Unternehmen muss eingegangen werden. Das erfordert zwingend eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis, seinen Kommunen und der IHK. Ein internationales Standortmarketing kann vom Landkreis nur über die Mitgliedschaft in der FrankfurtRheinMain GmbH geleistet werden. Sie ist für die FDP deshalb unverzichtbar.

Einer Studie der IHK zufolge werden in Südhessen zwischen 2012 und 2017 jährlich ca. 27 000 Fachkräfte fehlen. Die Attraktivität des Wohnstandortes Darmstadt-Dieburg und für Freude an Freizeit muss weiter erhöht werden, auch um Fachkräfte an die Region zu binden. Investitionen in Bildung auf allen Ebenen bis hin zu den Hochschulen sind daher unabdingbar. Die auf Initiative des FDP-Fraktionsvorsitzenden Klaus-Jürgen Hoffie errichtete Internationale Schule am Schuldorf Bergstraße war der wichtigste Schritt, um für Kinder und Schüler von beruflich international mobilen Familien ein adäquates Bildungsangebot in Südhessen zu schaffen und ist damit ein bedeutender Standortfaktor.

An den allgemeinbildenden Schulen muss die Ausstattung der Räumlichkeiten für Fachunterrichte insbesondere in den Naturwissenschaftlichen Disziplinen mit Nachdruck verbessert werden. Die Unternehmen sind ihrerseits aufgefordert, ihre Arbeitszeitmodelle noch flexibler als bisher zu gestalten, damit auch verstärkt die gut qualifizierten Frauen in der Lage sind, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu realisieren.

Die FDP setzt sich dafür ein, dass der Kreis gegenüber Bund, Land und der Region konsequent und in endlich besserer Abstimmung mit der Stadt Darmstadt die Rahmenbedingungen einfordert, deren Realisierung außerhalb seiner eigenen Zuständigkeit und Möglichkeit liegen.

Die Infrastruktur im Landkreis muss so entwickelt werden, dass sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmer optimale Bedingungen vorfinden. Hierzu gehören neben dem Individualverkehr auch ein gut ausgebauter ÖPNV und vor allem ein in allen Belangen gut ausgebautes schnelles Internet.

Breitbandausbau beschleunigen

Die FDP fordert eine schnelle Breitbandversorgung mit mehr als 16 Megabit pro Sekunde – die EU-Kommission plant sogar eine europaweite Versorgung mit
30 Megabit/sek. als Konjunkturprogramm. Die schnelle Internetverbindung ist die wichtigste Infrastrukturmaßnahme nicht nur für Unternehmen, sondern auch ein entscheidender Standortfaktor für eine prosperierende Wirtschaft und ein Grundbedürfnis für den Bürger im Landkreis.

Es sind nicht nur Unternehmen und Dienstleister, sondern auch Schüler und Studenten, die eine leistungsfähige Internetverbindung benötigen, Arbeitnehmer, die eine Möglichkeit haben sollen, von zu Hause aus zu arbeiten, Selbstständige, die Unterlagen per eMail verschicken und Familien, die z.B. ihre neuesten Fotos austauschen wollen. Vor allem für den ländlichen Raum ist eine Breitbandversorgung von besonderer Bedeutung, da sich auf diese Weise Fahrten vermeiden lassen. Der E – Governement-Aufbau mit Verwaltungswegen über das Internet macht nur dann Sinn, wenn alle Bürger daran teilhaben können, die es möchten.

Privat vor Staat

Beim Ausbau der Breitbandversorgung muss jedoch der Grundsatz „Privat vor Staat“ gelten. Bevor der Kreistag den Versprechungen des Landrats folgt, selbst 50 Mio Euro zu investieren und damit den Schuldenberg weiter dramatisch zu erhöhen, müssen in Abstimmung mit den Programmen des Bundes und des Landes alle Anstrengungen darauf gerichtet werden, dass auch hier privaten Investoren der Vorrang eingeräumt wird, wenn sie die Leistungen zu gleichen Kosten, gleicher Qualität und auf Dauer erbringen können.

 

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