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Wirtschaftspolitik
Mehr Arbeitsplätze - mehr Wachstum - mehr Wohlstand
Liberale Wirtschaftspolitik beruht auf den fundamentalen Grundwerten
des politischen Liberalismus. Zu ihren Prinzipien zählen Freiheit und
Verantwortung. Demokratie und Rechtsstaat, Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft,
Privateigentum und Gemeinwohl, Beschränkung von Macht und Förderung
des Wettbewerbs, offene Märkte nach innen und außen. Liberale Wirtschaftspolitik
zielt darauf ab, die Bedingungen für wirtschaftliche Prosperität
zu fördern, um Wohlstand und Beschäftigung für alle zu ermöglichen.
Nur wirtschaftliches Wachstum sichert dauerhaft soziale Errungenschaften wie
eine ausreichende Kranken- und Altersversorgung, eine leistungsfähige
Schul- und Hochschullandschaft, fördert kulturelle Vielfalt, sichert und
schafft Arbeitsplätze.
Europäisches Recht sowie Gesetze und Verordnungen des
Bundes und des Landes begrenzen wirtschaftspolitische Gestaltungsspielräume.
Umso wichtiger ist es, für den Landkreis Darmstadt-Dieburg Rahmenbedingungen
zu schaffen, zu unterstützen und die finanziell verbleibenden Möglichkeiten
zu nutzen, um unseren Wirtschaftsstandort inmitten der Technologieregion Rhein-Main-Neckar
zu stärken.
Regionalpolitik
Deshalb hat die FDP eine Reform der Regionalpolitik in
Südhessen eingeleitet, indem die von ihrem Fraktionsvorsitzenden, Klaus
Jürgen Hoffie, konzipierten Leitlinien künftiger Regionalpolitik
in die Starkenburg Regionale eingebracht und von den Fraktionen aller Parteien
einstimmig beschlossen wurden.
Damit grenzen sich die Stadt Darmstadt sowie die Landkreise
Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Odenwald nicht weiterhin
als Region Starkenburg gegenüber den Ballungsräumen Rhein-Main und
Rhein-Neckar ab. Sie verstehen sich vielmehr als wichtiger Teil einer im
künftigen Wettbewerb der Regionen Europas chancenreichen Metropolregion
Rhein-Main-Neckar.
Mit der in diesem Vernetzungsbereichbereich neu entstehenden "Technologieregion
Darmstadt Rhein-Main-Neckar" werden unter Beteiligung der IHK die Aktivitäten
der Wirtschaftsförderung konzentriert. Gleichzeitig wird der Vorschlag
der FDP aufgegriffen, der Regionalorganisation Pflichtaufgaben der Stadt
und der Kreise zu übertragen, soweit durch interkommunale Zusammenarbeit
Einsparpotentiale und Synergieeffekte erzielt werden können (z.B. Veterinäramt,
Verbraucherschutz, Volkshochschulen usw.)
Die FDP fordert, Wissenschaft und Wirtschaft auch durch Gremienbeteiligung
stärker in die regionale Zusammenarbeit einzubinden. Eine parlamentarische
Mitwirkung und Kontrolle bleiben unverzichtbar.
Die Kompetenz der Region liegt in zukunftsweisenden Engineering-Leistungen.
Sie reichen vom kompetenten Handwerk bis zur komplexen Steuerung der Mission
zum Mars. Praktisches Engineering in enger Verzahnung mit Wissenschaft und
Forschung, IT-Technologien mit den Schwerpunkten Software, Simulation und virtuelle
Arbeitswelten, Automotive und Mechatronik, sowie Chemie, Pharmatechnologie
und Logistik sind wichtige Kompetenzen für unser Standortmarketing.
Unsere Standortvorteile in Südhessen müssen erhalten
und weiter ausgebaut werden.
Unverzichtbar sind dabei der weitere Ausbau des internationalen Verkehrsflughafens
Frankfurt sowie die Verbesserung der Straßen- und Schienen-Verkehrsinfrastruktur
(s. Aussage Verkehrspolitik) und der Erhalt des Kraftwerkstandorts
Biblis.
Energieversorgung
Ziel liberaler Energiepolitik ist die langfristige Energieversorgung
unter wirtschaftlichen, technisch sicheren und umweltschonenden Bedingungen.
Das KKW Biblis ist zur Sicherung der Grundlastversorgung, der Netzstabilität,
der (energie-)politischen Unabhängigkeit erforderlich und begrenzt
in verbrauchsnaher Lage kostenrelevante Netzverluste. Es ist als leistungsfähiges
Energieunternehmen mit 1000 Arbeitsplätzen regional bedeutsamer Arbeitgeber
und Ausbilder. Die Laufzeiten von Biblis A und B als wichtige Stromerzeuger
im Energiemix sind nicht politisch-ideologisch zu entscheiden,
sondern nach Erfordernissen primär der Sicherheitstechnik, der Reaktorsicherheit,
des Klimaschutzes und der Endlagerkonzeption für abgebrannte Kernbrennstoffe.
Die Ausnutzung von Energiesparpotentialen sowie die Nutzung erneuerbarer Energien,
vor allem die Weiterentwicklung der Speichertechnologie muss weiter vorangetrieben
werden. Dagegen ist der Betrieb und die Subvention von Windindustrieanlagen
an windschwachen Standorten, noch dazu in Landschaftsschutzgebieten der
Region wirtschaftlich absurd. Die FDP verlangt die Beendigung
weiterer derartiger Planungen.
Wirtschaftsentwicklung
Das von der FDP nach den letzten Kreistagswahlen bei der Koalitionsbildung
durchgesetzte neue Wirtschaftsdezernat soll mit mehr Kompetenzen und entsprechenden
Mitteln gestärkt werden: Wirtschaftsförderung, Standortentwicklungen,
angebotsorientierte Gewerbeflächenpolitik, Lotsendienste durch Behörden
sowie die Rahmenbedingungen für Existenzgründer und Firmenansiedlungen,
wie sie mit dem Technologie- und Innovations-Zentrum(TIZ) und dem Beratungs-
und Qualifizierungszentrum(BQZ) in Dieburg geschaffen wurden. Auch der Ausbau
und die Qualität der Infrastruktur müssen in Koordination mit Städten
und Gemeinden weiter verbessert werden. Denn nur steigende Wirtschaftstätigkeit
und mehr Arbeitsplätze führen auch zu mehr Steuereinnahmen, die zu
einer nachhaltigen Sanierung der kommunalen Haushalte notwendig sind.
Neue Arbeitsplätze lassen sich aber nicht staatlich anordnen.
Sie können nur in und mit der Wirtschaft geschaffen werden. Die FDP setzt
dabei vor allem auf den Mittelstand. Er hat gezeigt, dass er auch in Zeiten
konjunktureller Schwäche die stabilsten Arbeitsplätze garantiert
und trotz angespannter Arbeitsplatzsituation das Gros der gewerblichen Ausbildungsplätze
zur Verfügung stellt. Die FDP will deshalb die Privatwirtschaft stärken. Der
Landkreis ist zwar zweitgrößter Arbeitgeber, aber
er und seine Kommunen sind keine Unternehmen. Sie haben sich grundsätzlich
auf Aufgaben kommunaler Daseinsvorsorge zu beschränken. Deshalb sind
alle direkten und indirekten Unternehmensbeteiligungen im Hinblick auf mehr
Privatisierung zu prüfen. Darüber hinaus sind alle Leistungen
des Kreises darauf hin zu untersuchen, ob sie nicht genauso gut, auf Dauer
und günstiger durch Private erbracht werden können. Wenn das der
Fall ist, sind die Leistungen auszuschreiben und zu vergeben.
Öffentlich-private Partnerschaften (PPP), sind
keine Patentlösungen aber auch kein Tabu bei der Lösung kommunaler
Finanzierungsprobleme, wenn die Beteiligung privater Investoren zu Effizienzvorteilen
gegenüber konventionellen Investitionsfinanzierungen führt. Entscheidend
für den Erfolg ist die sachgerechte Verteilung der Risiken zwischen den
Vertragspartnern.
Tourismuswirtschaft und mittelständisch strukturiertes
Gastgewerbe leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der regionalen
Wirtschaftsstrukturen und zum Abbau der regionalen Disparitäten. Tourismus
als weltweit bedeutendste Wachstumsbranche boomt auch in Hessen. Die
touristischen Angebote unserer Region werden dabei durch die Attraktion des
Unesco-Geoparks sowie des reichen Kultur- und Naturerbes unterstützt. Davon
können unsere Kommunen mit touristischen Angeboten profitieren.
Die FDP fordert eine stärkere Zusammenarbeit im regionalen
Gebietsmarketing. Dabei sind der Ausbau der Vermarktung und Verkostung
regionaler Produkte sowie attraktive Urlaubsangebote im ländlichen Bereich
wichtige Bausteine
Für den ländlichen Raum bietet zunehmend auch die Nutzung
nachwachsender Rohstoffe erhebliche Wachstumschancen. Dezentrale Energiepotentiale
werden kleine und mittelständige Unternehmen stärken und zu höherer
Wertschöpfung in Dörfern und Städten führen.
Die FDP hält an ihrem Ziel der Fusion der Sparkassenorganisationen
in Südhessen fest, um Wirtschaft und Bürgern eine noch konkurrenzfähigere
kreditwirtschaftliche Versorgung zu ermöglichen. Dabei muss sichergestellt
werden, dass die vorhandenen Filialnetze erhalten bleiben. Erste Schritte
der begonnenen Zusammenarbeit der Sparkassen im Dienstleistungsbereich auch über
die Region hinaus sollten, ausgebaut werden.
Mit der liberalen Initiative der internationalen Preschool
und der gebührenfreien, weil in der Trägerschaft des Landkreises
realisierten, Internationalen Schule am Schuldorf Bergstrasse hat die
FDP einen wichtigen Standortfaktor im Wettbewerb der Regionen Europas
geschaffen: Schon heute werden dort Kinder aus 20 Nationen unterrichtet. Für
die Bereitschaft internationaler Arbeitskräfte und deren Familien sich
hier anzusiedeln, sind neben der Vielfalt der Bildungsangebote aber auch besondere
Kultur- und erlebnisreiche Freizeitangebote, touristische und gastronomische
Attraktionen wichtige "weiche" Standort- und Wettbewerbsfaktoren.
Sie müssen konstant weiterentwickelt und beworben werden.
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